Nomaden

2D / 5H

Der Architekt Simon Koroloff fliegt ein letztes Mal in seine Heimatstadt, um danach für immer zu verschwinden. Eine Reise in das Herz der Dinge: in ein Labyrinth. Denn die Stadt hat sich monströs vergrößert und wird, ein unüberschaubares Kriegsgebiet, von Terroranschlägen erschüttert. Verschanzt in Katakomben, kämpfen zwei Behörden, "die Sicherheit" und "die Verwaltung" um Macht und Kontrolle. Unter den Beteiligten sind nicht nur Koroloffs frühere Arbeitgeber, sondern auch seine Frau Tessa, die er vor Jahren verlassen hat. Bündnisse werden geschlossen und verraten, und Koroloff gerät zwischen Fronten, von denen niemand mehr weiß, wo sie verlaufen.--"In Nomaden versuchen sieben Gestalten, mit dem Wachstum ihrer Stadt Schritt zu halten. Die Stadt wandelt sich so schnell, dass Menschengeist sie nicht mehr einholt, sie ist keine Ansiedlung, sondern ein behaustes Geschwür ... Eigentlich erzählt dieses Stück aber vom rasenden Wachstum des Bildervorrats in unseren Köpfen. Lautlos wuchert da eine kollektive Fantasie, die sich der Kafka'schen 'Gegenseite' nachbildet, ein industrialisiertes Geisterreich gestanzter Fiktionen, die untereinander Netze Knüpfen und das individuelle Denken erst stimulieren und am Ende ersetzen." (Die Zeit)

Ulrike Syha

Ulrike Syha

geboren am 26.02.1976 in Wiesbaden, 1995 Abitur in Mainz, anschließend Jahrespraktikum am Staatstheater Darmstadt in der Saison 1995/96 – zuerst im Bereich Dramaturgie, dann als Regieassistentin. Ab Winter 1996 Dramaturgie-Studium an der Hochschule...

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U: 15.03.2003 Landestheater Tübingen (R: Corinna Bethge)

Übersetzungen


Katalanisch