X

(X)
Deutsch von John Birke
2D / 3H

Die Logik von Ursache und Wirkung greift nicht mehr, als vier Forscher in ihrer Raumstation auf Pluto den Kontakt zur Erde verlieren. Plötzlich ganz auf sich zurückgeworfen, werden sie zu ihrem eigenen Experiment, in dem nicht nur sämtliche Kommunikationssysteme versagen, sondern auch die Uhren Amok laufen. Keiner weiß mehr, ob heute nicht längst morgen ist oder wie lange sie bereits auf ihre Heimkehr warten. Genauso schwindet nach und nach die Sicherheit, was sie real erleben oder nur geisterhaft phantasieren. Immer fragwürdiger wird die eigene Identität, die nur noch aus Unbekannten zu bestehen scheint, atomisiert wie die Welt draußen, mitten im weißen Rauschen des Alls.

«Alistair McDowall hat ein neues Genre geschaffen: ‹Sly-Fi›, subversive Science Fiction, die die Verabredungen des Theaters aufkündigt … X ist eine provozierende Pioniertat, die für heftige Debatten sorgen wird.» (Daily Telegraph)

«Gewohnte Bezugspunkte werden außer Kraft gesetzt … Der Verlust des Zeitgefühls führt zum Kollaps kohärenter Erzählmuster, der Persönlichkeit und schließlich sogar der Sprache … Lässt man sich darauf ein, kann man sich der beklemmenden Wirkung von X kaum entziehen.» (Financial Times)

«Die Handlung von X schreibt sich im Moment ihrer Verfertigung, sodass man im zweiten Akt fast jedes Detail aus dem ersten überdenken muss … Am Schluss stellt man sich elektrisiert die Frage, wovon man da gerade Zeuge war.» (The New York Times)

«McDowall ist sicher der derzeit eigenwilligste Theaterautor.» (Evening Standard)

Alistair McDowall

Alistair McDowall

Alistair McDowall, 1987 in Nordengland geboren, war 2012 Teilnehmer des Young Writers Festivals am Londoner Royal Court Theatre. Für Geniale Abenteuer wurde er mit dem Bruntwood Prize for Playwriting ausgezeichnet.

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U: 15.04.2016 Royal Court Theatre, London (Regie: Vicky Featherstone)

DSE: 04.05.2018 Nationaltheater Mannheim (Regie: Zino Wey)