mein deutsches deutsches Land

2D / 4H

2008: Drei Jugendliche spalten sich von der organisierten rechtsradikalen Szene ab und beginnen als Zelle im Untergrund, ihre Ziele mit eigenen Aktionen durchzusetzen.
2014: Binnen kurzer Zeit werden zwei ausländische Studenten umgebracht. Trotz deutlicher Parallelen raten Verfassungsschutz und BKA den Polizeibeamten, keinen Zusammenhang zwischen den Toten und erst recht keinen fremdenfeindlichen Hintergrund anzunehmen.
2020: In einer internen Untersuchung auf Regierungsebene soll geklärt werden, ob man es tatsächlich mit einer Mordserie zu tun hat, die mittlerweile 14 Opfer zählt, und welche Pannen es womöglich bei den Ermittlungen gab – obwohl doch nach ähnlichen früheren Erfahrungen weitreichende Reformen der Sicherheitsorgane eingeleitet wurden.

Waren die Terroristen des NSU wirklich Einzeltäter? Sind unsere Warnsysteme endgültig aktiviert, sodass Ähnliches nie mehr geschieht? Thomas Freyer entwirft in mein deutsches deutsches Land das Bild einer Zukunft, die wenig aus der Vergangenheit gelernt hat. Geschult an TV-Serien wie The Wire oder Im Angesicht des Verbrechens, kommt er einer komplexen Problematik mit einer komplexen und überaus packenden Erzählweise bei: In kurzen, schlaglichtartigen Szenen, die zeitlich hin- und herspringen, begibt er sich ins Labyrinth der Zuständig- und Verantwortlichkeiten und zeigt in einem großen Panorama, wie Geschichte sich jederzeit wiederholen kann.

Thomas Freyer

Thomas Freyer

Thomas Freyer (*1981 in Gera). Nach dem Abitur nahm er zunächst am Paul-Maar-Seminar (Kinder- und Jugendtheaterdramatik) 2001 in Wolfenbüttel teil und machte anschließend ein Dramaturgiepraktikum am Hans-Otto-Theater, Potsdam. Von 2002 bis 2006...

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U: 27.11.2014 Staatsschauspiel Dresden (Regie: Tilmann Köhler)